Ob Managerin, Maurer, Arzt – oder einfach nur Anfängerin: Wer zu Fred Berli in den Tennisunterricht geht, kann was erleben. Und geht verändert zurück in den Alltag. «Der Ball bringt uns in einen Dialog. Ich vermittle meinem Gegenüber Sicherheit im Spiel und das überträgt sich auch auf sein Leben.» (Wiederholung vom 04.06.2022) Als Fred Berli 1966 als 21-jähriger Tennisprofi beim Eröffnungsspiel der US Open auf den Center Court läuft, bleibt ihm die Spucke weg. Tausende von Zuschauern – und durchs Stadion hallt es laut: «Fred Berli from Switzerland …». Trotz früher Führung wird Fred nervös und verliert gegen die damalige Weltnummer 1 Manolo Santana. Aber sein Leben ist um eine Erfahrung reicher. Heute ist Fred 79 und seit 46 Jahren Tennislehrer in Basel. «Ich musste damals lernen, mich besser auf den Ball zu fokussieren – weg von mir selber und weg vom Gegner. Und ich merkte, dass es im Leben auch so ist. Fokussiere ich mich auf das Wichtige oder lasse ich mich ständig ablenken?» Das versucht Fred auch seinen Kunden weiterzugeben: «Der Ball bringt uns in einen Dialog miteinander. Ich vermittle meinem Gegenüber Sicherheit im Spiel und das überträgt sich dann auf sein Leben.» Auch Pflegefachfrau Gabi Jakob darf das im Training erleben: «Fred holt einen dort ab, wo man gerade ist. Wenn‘s mir gut geht, gibt er mir das Gefühl, dass ich gut Tennis spiele; wenn‘s mir schlecht geht, zeigt er mir, dass Aufgeben keine Option ist – im Spiel und auch im Leben.»